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Aufruf zur Teilnahme an Medikamentenstudie

Das Land NRW hat eine Studie in Auftrag gegeben, um missbräuchlichen Einsatz von Arzneimitteln in nordrhein-westfälischen Kinder- und Verschickungsheimen aufzuarbeiten. In rund zwei Jahren sollen Ergebnisse vorliegen. In Zusammenarbeit mit dem CSP-KV-NRW ruft die Forschungsgruppe interessierte Bürgerforscher:innen auf, bei der Studie mitzuarbeiten

Mit der Studie beauftragt wurde eine Gemeinschaft von Forscher:innen verschiedener Hochschulen unter der Leitung von Prof. Dr. Heiner Fangerau vom Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Dem Team gehört auch die Pharmaziehistorikern Dr. Sylvia Wagner an, die bereits zum Thema Arzneimittelversuche an Heimkindern und Verschickungskindern in der BRD geforscht und publiziert hat. Sie ist einigen von Euch sicherlich schon durch ihre Teilnahme am ersten bundesweiten Kongress der Verschickungskinder auf Sylt im Jahr 2019 und 2022 am Kongress in Bad Sassendorf bekannt. 

Der Forschungsstand 

Es gibt in einzelnen Einrichtungen bereits Hinweise auf medikamentöse Ruhigstellungen. Ob es noch an anderen Verschickungs-Orten missbräuchlichen Gebrauch von Medikamenten gegeben hat, ist schwierig festzustellen.  Deswegen: Helft mit, den Arzneimittelmissbrauch in der Kinderverschickung aufzuklären! 

Hand in Hand mit der Wissenschaft: Bürgerforschung 

Die Studie des Landes NRW untersucht Einrichtungen in NRW. Also keine Einrichtungen in anderen Bundesländern, in die Kinder aus NRW verschickt wurden. Aber natürlich sind prinzipiell auch Funde aus Einrichtungen außerhalb von NRW von Interesse.  Je flächendeckender geforscht wird, desto umfassender kann Medikamentenmissbrauch nachgewiesen und eine möglicherweise systematische Praxis aufgezeigt werden. Hierzu wollen wir die wissenschaftliche Aufarbeitung mit der Bürgerforschung vernetzen. 

Wenn Ihr also in einem Archiv auf Hinweise zu einem missbräuchlichen Einsatz von Arzneimitteln stoßt, würde Frau Dr. Wagner gerne Eure Funde sammeln und den Hinweisen nachgehen. Relevante Ergebnisse Eurer Forschung können auf diese Weise in die Studie mit einfließen. Dr. Sylvia Wagner steht Euch bei Euren Recherchen mit Tipps und Anregungen zur Seite. 

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme, eine gute Kooperation und wertvolle Ergebnisse! 

Dr. Sylvia Wagner, HH-Uni und Bastian Tebarth, CSP-KV-NRW

Kontakte:

Bastian Tebarth, Projektleitung CSP-KV-NRW, Citizen Science Projekt Kinderverschickungen-NRW Bastian.Tebarth@akv-nrw.de 

Dr. Sylvia Wagner, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Sylvia.wagner@uni-duesseldorf.de 

News-Archiv

Hier findest du ältere Beiträge:

ARD Mediathek

Planet-Wissen: Verschickungskinder – Leid statt Erholung in der Kinderkur Die einstündige Planet-Wissen Sendung über Kinderverschickungen ist online. Anja

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Recht auf Aufarbeitung erlittenen Unrechts?

„Gibt es ein Recht auf Aufarbeitung?“ fragten der Kölner Staatsrechtler Prof. Dr. Stephan Rixen und andere hochkarätige Experten auf der Tagung der „Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs“ im Juni 2022.

„Aufarbeitung, Akten, Archive – Zum Umgang mit sensiblen Dokumenten“. Darum ging es.

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