Die Website „Kinderverschickungen NRW“ setzt im Februar einen neuen inhaltlichen Schwerpunkt auf die ostfriesische Insel Borkum und ihre Rolle in der Geschichte der sogenannten Kinderverschickungen. Borkum gilt vielen Menschen bis heute als beliebter Urlaubsort – für zahlreiche ehemalige Verschickungskinder ist die Insel jedoch mit belastenden Erinnerungen verbunden.
Der neue Schwerpunkt beleuchtet die Geschichte mehrerer Kinderkurheime auf Borkum und zeigt, wie die Aufarbeitung dieses lange verdrängten Kapitels der Nachkriegsgeschichte heute voranschreitet. Vorgestellt werden unter anderem die Heime Adolfinenheim, Haus Ruhreck, Sancta Maria und Haus Tüskendör, die stellvertretend für unterschiedliche Trägerschaften und Erfahrungen stehen.
Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf der Arbeit der Borkum-Austauschgruppe, in der sich Betroffene vernetzen, Zeitzeugenberichte sammeln und zur historischen Aufarbeitung beitragen. Die Gruppe leistet seit Jahren einen wichtigen Beitrag dazu, Erfahrungen ehemaliger Verschickungskinder sichtbar zu machen und die Geschichte der Kinderkurheime auf der Insel zu dokumentieren.
Mit dem neuen Schwerpunkt möchte das Projekt „Kinderverschickungen NRW“ dazu beitragen, die Geschichten der betroffenen Kinder zu würdigen und die öffentliche Erinnerung an dieses Kapitel deutscher Sozialgeschichte zu stärken.
Weitere Informationen:
https://kinderverschickungen-nrw.de/schwerpunkt-borkum
Kontakt bei Rückfragen:
Michaela Stricker
Projektleitung CSP-KV-NRW
Citizen-Science-Projekt-Kinderverschickungen-NRW
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