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Borkum war über Jahrzehnte einer der zentralen Orte der Kinderverschickungen in Deutschland. Zwischen den 1950er- und 1990er-Jahren wurden zahlreiche Kinder aus ganz Nordrhein-Westfalen – über viele Wochen – in verschiedene Heime auf die Insel geschickt.
Wie hoch die Heimdichte dort war, verdeutlicht diese Heatmap aus der ersten Bundesstudie zu ehemaligen Kinderkurheimen der Humboldt-Universität zu Berlin. Borkum ist dort rot eingezeichnet, das bedeutet, dass es dort besonders viele Verschickungsheime gab. Ein Download der Studie gibt es hier.
In der Pressekonferenz zur Vorstellung der Studie am 19. Mai 2025 erklärte Studienleiter Prof. Nützenadel, dass es Heimaufsichten gab. Aber die Lage vieler Heime – etwa auf Inseln – habe die Kontrolle erschwert.
Für viele Betroffene blieb diese Zeit prägend: Manche berichten von schönen Momenten am Meer, viele jedoch von belastenden Erfahrungen, von Heimweh, Strenge, Angst oder Demütigungen.
Wir richten unseren Schwerpunkt bewusst auf vier Heime, die stellvertretend für sehr unterschiedliche Trägerschaften und Erfahrungen stehen:
Ohne die Recherchen und die unermüdliche Arbeit der Borkumaustauschgruppe wäre dieser Themenschwerpunkt nicht möglich gewesen. Die Gruppe leistet seit Jahren einen zentralen Beitrag zur Aufarbeitung der Kinderverschickung auf Borkum.
Wer die Borkumaustauschgruppe ist und wofür sie steht, stellen wir ebenfalls in diesem Schwerpunkt vor. Während Borkum für viele als Urlaubsort bekannt ist, verbinden zahlreiche Verschickungskinder mit der Insel bis heute belastende Erinnerungen. Diese Erfahrungen dürfen nicht vergessen werden und. Dazu ist die Borkum-Austauschgruppe eine unverzichtbare Stimme.
Am 19. März 2026 erscheint ein neues Buch über Borkum ‚Borkum in olde Tieden‘ – eine historische Zeitreise, in dem es auch über das Thema Kinderverschickungen auf Borkum geht. Mehr zu dem Buch erfahrt in dem Beitrag von Haus Ruhreck.

Fast sieben Jahrzehnte lang prägte das Haus Ruhreck auf Borkum, ein Kinderkurheim der Stadt Essen, das Leben tausender Kinder. 1926 gekauft, stetig ausgebaut und bis 1993 betrieben, war es eines der bedeutendsten städtischen Erholungsheime – mit Platz für bis zu 482 Kinder pro Jahr.

1901 entstand auf Borkum das erste Kinderkurheim der Insel: „Sancta Maria“, gegründet vom römisch-katholischen Geistlichen Carl Böddinghaus. Als Asthmatiker war Böddinghaus überzeugt vom heilsamen Hochseeklima und wollte Kindern einen Aufenthalt ermöglichen, der ihrer Gesundheit zugutekam.

Das Adolfinenheim war mit seinen 250 Betten das zweitgrößte Kinderkurheim auf Borkum, durch seine lange Existenz von 1922-1996 ist es das Heim mit der längsten Geschichte auf Borkum.

Ein privat geführtes Heim, zu dem es positive Erinnerungen gibt.

Die Borkumaustauschgruppe vernetzt Betroffene der Kinderverschickung auf Borkum und sammelt Berichte zu Heimen.

Mit der Einweihung der ersten öffentlichen Erinnerungsskulptur für Verschickungskinder wurde ein dauerhafter Ort geschaffen, an dem die oft belastenden Erlebnisse von Kindern, die in Heime und Kurmaßnahmen geschickt wurden, öffentlich wahrgenommen werden.

Borkum war einer der zentralen Orte der Kinderverschickung. Der Beitrag dokumentiert systematisch die verifizierten Heime auf Borkum – mit Heimlisten, zeitlicher Zuordnung und Fotos der Einrichtungen.

Kinderkur auf Borkum – für viele ein Ort der Angst. Auch für Thomas Z. beginnt 1962 seine Kinderverschickung auf die Nordseeinsel mit Verzweiflung und Tränen. Doch im Kinderheim Strandnelke auf Borkum kommt alles anders.
Ein Abend voller Erinnerungen und bewegender Begegnungen Lesung von Regina Konstantinidis in Jülich am 3. September 2025 Über zwanzig Menschen kamen am Mittwochabend in die KuBa Kneipe im Kulturbahnhof Jülich, um Regina Konstantinidis aus ihrem Buch „Verschickt – Verdrängt – Vergessen“ lesen zu hören. Anschaulich und mit spürbarer innerer Beteiligung schilderte sie ihre Kindheitserfahrungen im […]
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