Schwarze Häuser: Dokumentarfilm über Kinderverschickungen feiert Weltpremiere in Berlin

Berlin, 27.03.2026 

Mit dem abendfüllenden Dokumentarfilm „Schwarze Häuser“ feiert dieBerliner Regisseurin Katrin Sikora ihre Weltpremiere beim Filmfestival Achtung Berlin. DiePremiere findet am 17. April 2026 im Rahmen des Festivals statt, bei dem der Film für denHauptpreis nominiert ist. Darüber hinaus ist „Schwarze Häuser“ für den Deutschen Dokumentarfilm– Musikpreis beim DOK.fest München nominiert. Weitere Festivalteilnahmen sind bereits bestätigt und werden in Kürze bekanntgegeben.

Der Film widmet sich einem lange verdrängten Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte: den sogenannten Kinderverschickungen. Zwischen den 1950er und 1990er Jahren wurden Millionen Kinder zur Erholung in Kurheime geschickt – doch statt Fürsorge erlebten viele dortZwangsmedikation, Demütigung und systematische Gewalt. Zahlreiche Betroffene kehrten traumatisiert zurück.

„Schwarze Häuser“ erzählt diese Geschichte aus der Perspektive der Betroffenen und verbindet

intime Zeitzeugenberichte mit Archivmaterial sowie der eigenen Familiengeschichte derRegisseurin. Zu den Stimmen im Film zählen unter anderem die Bestsellerautorin Sabine Ludwig sowie der Aktivist Detlef Lichtrauter. Der Film macht die strukturelle Gewalt eines vermeintlichen „Heilsystems“ sichtbar und beleuchtet die nachhaltigen Auswirkungen auf ganze Generationen.

Der Film begleitete dafür im Sommer 2024 auch das Jugendensemble des Jungen Deutschen Theaters Berlin bei der Entwicklung des Bühnenstücks „Am Meer wird es schön sein“ zur Thematik, basierend auf Originaldokumenten und Erinnerungen. Die künstlerische Auseinandersetzung eröffnet einen generationsübergreifenden Dialog über Schweigen, Macht undinstitutionalisierte Gewalt – Themen, die bis heute nichts an Aktualität verloren haben. Am 21. Mai2026 wird es im Deutschen Theater Berlin eine Filmvorführung mit anschließendem Filmgespräch geben, bei dem die Regie sowie Vertreter:innen der Theaterproduktion anwesend sein werden.

Katrin Sikora arbeitet als freie Autorin und Regisseurin in Berlin. Sie studierte Germanistik, Filmwissenschaft und Publizistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Nach mehreren Jahren Tätigkeit als Kreativkonzeptorin, Realisatorin und Drehbuchlektorin machte sie sich 2017 als Regisseurin selbstständig. „Schwarze Häuser“ ist ihr erster abendfüllender Dokumentarfilm und zugleich ihr Abschlussfilm an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.

Mit „Schwarze Häuser“ leistet Katrin Sikora einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichenAufarbeitung der Kinderverschickungen und gibt Betroffenen eine eindringliche Stimme.

Wie der Film entstanden ist und was wir bereits darüber berichtet haben, könnt ihr hier nachlesen

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